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Rebranding Prozess – wie ein Markenauftritt neu aufgesetzt wird und was dabei erhalten bleibt

  • vor 3 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Aus losen Baustein formt sich eine schöne und elegante Büste einer Frau, die orange beleuchtet wird

Du hast eine Marke. Sie existiert, sie funktioniert irgendwie – aber sie zeigt nicht mehr, wo du heute stehst. Dieser Abstand zwischen dem, was du kannst, und dem, was dein Auftritt zeigt, ist der häufigste Grund, warum Experten und Berater mit einem Rebranding anfangen.


Wann ist es Zeit, den Markenauftritt zu überarbeiten


Ein Rebranding ist kein kosmetisches Update. Es lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:


Dein Angebot hat sich verändert. Du sprichst heute andere Menschen an als noch vor drei oder fünf Jahren. Deine Preise sind gestiegen, dein Anspruch auch – aber dein Logo stammt noch aus der Anfangszeit.


Dein Auftritt passt nicht mehr zusammen. Logo, Website und Social-Media-Vorlagen haben unterschiedliche Farben, unterschiedliche Schriften, eine unterschiedliche Grundstimmung. Kein einheitliches Bild, keine Wiedererkennbarkeit.


Du zeigst nicht gerne deine Visitenkarte. Du gibst deine Website-Adresse nicht mehr gerne weiter. Du zeigst deinen Auftritt nur noch dann, wenn du musst. Das ist ein klares Signal.


Du verlierst Interessenten beim ersten Eindruck. Menschen schauen kurz, verstehen nicht schnell genug, wofür du stehst – und klicken weiter.


Wann reicht eine kleinere Anpassung?

Wenn das Designsystem grundsätzlich stimmt, aber einzelne Elemente veraltet sind – zum Beispiel ein Logo aus den frühen 2010ern mit einer ansonsten sauberen Website. In diesem Fall kann ein gezieltes Überarbeiten ausreichen. Ob das bei dir der Fall ist, lässt sich gut im Branding-Check klären.


Was sich beim Rebranding ändert


Beim Rebranding-Prozess geht es nie darum, alles wegzuwerfen. Aber alles wird angeschaut – und zwar ohne die Brille der Gewohnheit.


Das Designsystem wird neu aufgebaut. Farben, Schriften, Logo und Bildsprache werden gemeinsam gedacht, damit am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Das ist der Unterschied zu einem Einzelauftrag wie „ein neues Logo, bitte": Ein Designsystem trägt die Marke über alle Kanäle – Website, Social Media, Print – und sorgt dafür, dass alles zusammengehört.


Die Website wird neu strukturiert. Nicht unbedingt komplett neu geschrieben, aber neu gedacht: Wer landet hier? Was soll diese Person als Erstes verstehen? Wo findet sie den Weg zur Kontaktaufnahme? Eine Website, die auf Basis eines neuen Brandings entsteht, sieht nicht nur anders aus – sie führt besser.


Die Vorlagen für Social Media, Präsentationen oder Angebote werden an das neue Designsystem angepasst. Der Vorteil: Du kannst danach selbst damit arbeiten, ohne jedes Mal bei Null anzufangen.


Die Tonalität wird oft zum ersten Mal schriftlich festgehalten. Wie klingst du? Sachlich oder persönlich? Direkt oder eher behutsam? Dieser Charakter ist die Grundlage für alles, was danach an Text und Bild entsteht.


Was erhalten bleibt


Gutes Rebranding zerstört keine Wiedererkennbarkeit, die aufgebaut wurde. Wenn deine Kunden dich über Jahre unter einem bestimmten Namen, einer bestimmten Farbe oder einer bestimmten Grundstimmung kennen, wird das nicht leichtfertig verworfen.


Im Gespräch zu Beginn eines Projekts wird deshalb geklärt: Was davon hat Bestand? Was ist gewachsen und gut, auch wenn es ein wenig angestaubt wirkt? Was muss wirklich neu gedacht werden?


Manchmal ist es das Logo, das bleibt – weil es erkennbar ist und funktioniert. Manchmal ist es die Grundfarbe, die die Menschen mit dir verbinden. Manchmal ist es nur der Name und sonst fast nichts. Dieser Ausgangspunkt ist bei jedem Rebranding anders.


Die Phasen des Rebranding-Prozesses bei der Stilschmiede


Der Ablauf folgt denselben vier Phasen wie bei einem Branding von Grund auf – aber mit einem anderen Startpunkt.


Phase 1 – Analyse: Was hast du heute? Was davon behältst du? was wird neu? Wer bist du heute und wen willst du ansprechen? Welche Werte willst du nach außen zeigen? Wie soll dein Auftritt wirken – laut oder zurückhaltend, kühl oder nahbar, klassisch oder modern? Diese Grundlage entscheidet über alles, was danach gestaltet wird. Ich unterstütze dich hier auch dann, wenn noch keine klare Positionierung vorhanden ist.


Phase 2 – Konzept und Designentwurf: Farben, Schriften, Logo und Bildsprache werden als Entwurf ausgearbeitet und präsentiert. Du siehst früh, in welche Richtung dein Auftritt geht. Es gibt in der Regel drei Logovorschläge, aus denen heraus das endgültige Markenlogo entwickelt wird. Feste Feedbackpunkte gehören dazu.


Phase 3 – Umsetzung: Das beschlossene Designsystem wird auf alle vereinbarten Medien übertragen. Website, Vorlagen, Geschäftsausstattung – je nachdem, welcher Baustein gebucht wurde. Zwei Korrekturschleifen pro Hauptphase sind fest eingeplant.


Phase 4 – Übergabe und Einschulung: Du bekommst alle Dateien in den benötigten Formaten, ein Brand Booklet, das die wichtigsten Anwendungsregeln erklärt, und eine persönliche Einschulung. Danach kannst du selbst damit arbeiten. 14 Tage stehen für Rückfragen zur Verfügung.


Was einen vollständigen Markenauftritt ausmacht – was in diesen Phasen inhaltlich entsteht – ist im Lead-Beitrag ausführlich beschrieben.


Farbmanagement: warum das beim Rebranding besonders zählt


Ein Punkt, der beim Überarbeiten eines bestehenden Auftritts oft übersehen wird: Farben verhalten sich auf einem Monitor anders als auf gedruckten Materialien. Wenn dein Türkis auf der Website anders aussieht als auf deiner Visitenkarte, wirkt die Marke unzusammenhängend – auch wenn du es selbst kaum noch bemerkst.


Ich habe in diesem Bereich 15 Jahre Erfahrung, auch mit unterschiedlichen Druckverfahren und Materialien. Das bedeutet: Was im Konzept festgelegt wird, funktioniert nicht nur im Mock-up am Bildschirm, sondern auch auf dem Papier.


Häufige Fehler beim zweiten Anlauf


Viele kommen zum Rebranding, weil ein erster Versuch nicht funktioniert hat. Oft liegt das nicht an mangelndem Einsatz, sondern an einem dieser drei Punkte:


Ohne Grundlage gestartet. Ein Logo beauftragt, ohne vorher zu klären, wen die Marke ansprechen soll und wie sie wirken muss. Das Ergebnis sieht vielleicht gut aus – passt aber nicht zu dir oder deinem Unternehmen.


Elemente aus verschiedenen Quellen zusammengestückelt. Logo hier, Website dort, Vorlagen selbst gebastelt. Jeder Teil für sich funktioniert, aber als Ganzes ergibt sich kein stimmiges Bild.


Alleingelassen nach der Übergabe. Die Dateien bekommen, aber nie erklärt bekommen, wie man damit arbeitet. Das neue Branding landet im Ordner, und zwei Monate später werden wieder die alten Vorlagen benutzt.


Wer an dieser Stelle nach einem Anbieter sucht, der anders arbeitet – eine andere Erfahrung zur persönlichen Begleitung durch den Prozess beschreibt der Beitrag Branding Agentur Graz – persönlich begleitet durch den Prozess.


Häufige Fragen


Wann reicht eine Überarbeitung, und wann brauche ich ein vollständiges Rebranding?


Das hängt davon ab, wie weit Auftritt und Wirklichkeit auseinanderliegen. Wenn das Designsystem grundsätzlich in Ordnung ist, kann eine gezielte Überarbeitung ausreichen. Wenn Logo, Website und Vorlagen keine gemeinsame Linie haben und dein Angebot sich grundlegend verändert hat, ist ein sauberer Neuanfang oft schneller und langfristig günstiger. Das lässt sich im kostenlosen Branding-Check konkret einschätzen.


Wie lange dauert ein Rebranding?


Ein reines Branding – also Designsystem ohne Website – dauert bei der Stilschmiede etwa vier bis fünf Wochen. Branding mit Website und Übergabe rund acht bis zehn Wochen, inklusive Besprechungen und Feedbackrunden. Der Aufwand für dich besteht aus vier festen Gesprächen und Entscheidungen an definierten Punkten.


Was bleibt vom bisherigen Auftritt erhalten?


Das wird in der Analysephase gemeinsam geklärt. Es gibt keine pauschale Antwort, weil jede Marke anders gewachsen ist. Was Wiedererkennbarkeit erzeugt und gut funktioniert, wird erhalten oder weiterentwickelt. Was nicht mehr zur heutigen Entwicklung passt, wird neu gedacht.


Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Auftritt ein kleineres Update braucht oder ein vollständiges Rebranding – der kostenlose Branding-Check gibt dir eine ehrliche Einschätzung. Ich schaue mir deinen aktuellen Auftritt an, zeige konkrete Schwachstellen und bespreche mit dir, welcher Schritt sinnvoll ist. Ohne Verpflichtung, ohne Verkaufsdruck.




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